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	<title>Schönschrift &#187; Markt</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Pragmatismus im Scheinwerferlicht &#124; IN TRANSIT performing arts festival 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 07:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
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		<category><![CDATA[Haus der Kulturen der Welt]]></category>
		<category><![CDATA[IN TRANSIT]]></category>
		<category><![CDATA[IN TRANSIT 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Baroncea]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Bühne ohne Tribüne. Keine Show ohne Applaus. Keine Performance ohne Publikum. Das IN TRANSIT Festival 2011 fragte sich was die darstellenden Künste ohne Zuschauer wären. „Spectator“ war es betitelt und die eingeladenen Künstler beschäftigten sich mit der Macht und &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/eio-in-transit-performing-arts-festival/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Pragmatismus+im+Scheinwerferlicht+%7C+IN+TRANSIT+performing+arts+festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1106" title="E.I.O. bei In Transit" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/06/eio-in-transit.jpg" alt="Leere Stuhlreihen" width="720" height="306" /></p>
<p>Keine Bühne ohne Tribüne. Keine Show ohne Applaus. Keine Performance ohne Publikum. Das <a href="http://www.hkw.de/de/programm/2011/in_transit_2011/projekt_detail_53858.php">IN TRANSIT Festival 2011</a> fragte sich was die darstellenden Künste ohne Zuschauer wären. „Spectator“ war es betitelt und die eingeladenen Künstler beschäftigten sich mit der Macht und Lust des Sehens und Gesehenwerdens.</p>
<p>Bei Dragana Bulut, Eduard Gabia und Maria Baroncea (Berlin/Belgrad/Bukarest) geht es derweil auch um den ökonomischen Aspekt von Kunstproduktion und -konsum. In der Deutschlandpremiere von <a href="http://www.hkw.de/de/programm/2011/in_transit_2011/veranstaltungen_53858/Veranstaltungsdetail_59638.php">„E.I.O.“</a> betätigen sie sich nicht als Performer auf der Bühne und auch nur bedingt als Zuschauer. Sie sind Unternehmer, Arbeitsvermittler, Mittelsmänner. Das sogenannte Publikum wird, gleich nachdem jeder seine „Investition“ in den Abend getätigt hat,  in zwei Gruppen eingeteilt: Arbeiter und Zuschauer. „Wer arbeitet, wird am Ende bezahlt“, das ist ein schlagendes Argument.<span id="more-1092"></span></p>
<p>Es beginnt mit einem Auftritt auf eine Bühne mit allerlei Material. Die Vorgabe, der man sich zuvor vertraglich verpflichtet hat, lautet: Praktisch sein. Lösungen finden. Für was? Das wird sich dann schon zeigen, wenn erst Mal eine Rolle Plastikfolie entrollt, einige Umzugskartons gefaltet, Blumen in Styropor gepfropft und eine Armada von Papierfliegern gebastelt ist. Ist das praktisch? Nö. Aber das kümmert auch niemanden mehr, nachdem die Bühnen-Arbeiter in Aktionismus verfallen sind. Die „Macher“ des Abends schauen gemeinsam mit dem Publikum von der Tribüne aus zu, es gibt keine Vorgaben, keine Sanktionen, nur jede Menge Zeit &#8211; und die Blicke des Publikums im Nacken.</p>
<p><a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/06/notizen-vertrag-eio.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1107" title="E.I.O. - Der Vertrag" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/06/notizen-vertrag-eio-275x403.jpg" alt="Unterschriebener Vertrag" width="275" height="403" /></a>Nach etwa einer Stunde ertönt ein Signal und die Show ist vorbei. Jeder Zuschauer kann nun entscheiden, in welchen der Arbeiter auf der Bühne er seinen zuvor selbst festgelegten Eintritt investiert. Danach bildet sich eine Schlange vor der Lohnkasse, jeder Arbeiter bekommt zumindest seine „Investition“ zurück, plus das, was seine Arbeit den Zuschauern wert war, die ihnen ihre „Lohnzettel“ überlassen haben. Dabei kommen einige ganz gut weg. Andere gehen leer aus. Ein bisschen frustrierend ist das schon, denn immerhin hat man ja im Rahmen der Möglichkeiten sein Bestes gegeben.</p>
<p>Ein bisschen frustrierend ist auch das Fazit des Abends. So spannend der Versuchsaufbau auch ist, die meisten Fragen bleiben nicht nur unbeantwortet, sondern gleich ungefragt. Die gebeutelte Autorin, die während des Abends malocht hat (Bilanz = Null), kann sie hier nur hinterher schieben: Wieviel Geld ist meine Aufmerksamkeit wert? Wer bemisst den Wert kultureller Produktion? Was bedeutet praktisches Handeln im Scheinwerferlicht einer Bühne? Wo hört der Markt auf und fängt die Kunst an? Was hätte ich besser machen sollen? &#8211; Vielleicht das nächste Mal wieder von der Tribüne aus teilnehmen, dann bleibt am Ende wenigstens die Gönnergeste.</p>
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		<title>Infografik Gender Pay Gap &#124; Statistik, Feminismus und der Equal Pay Day</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 16:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist Equal Pay Day. Das Datum symbolisiert den durchschnittlichen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland: Berufstätige Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger als berufstätige Männer. Daher mussten sie theoretisch seit dem Jahreswechsel noch bis heute weiterarbeiten, um das &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/infografik-gender-pay-gap-equal-pay-day/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Infografik+Gender+Pay+Gap+%7C+Statistik%2C+Feminismus+und+der+Equal+Pay+Day+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schönschrift.org/wp-content/uploads/2011/03/gender-pay.gap_.png"><img class="alignnone size-full wp-image-838" title="Gender Pay Gap" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/gender-pay-gap-small.png" alt="" width="720" height="278" /></a></p>
<p>Heute ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Equal_Pay_Day">Equal Pay Day</a>. Das Datum symbolisiert den durchschnittlichen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland: Berufstätige Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger als berufstätige Männer. Daher mussten sie theoretisch seit dem Jahreswechsel noch bis heute weiterarbeiten, um das „nachzuholen“, was sie im Jahr 2010 weniger verdient haben.</p>
<p>Dass die Kampagne gut funktioniert, mag zeigen, dass z.B. IKEA den Anlass fröhlich aufgreift und „Viele Lieblingsprodukte der Frauen“ <a href="http://www.ikea.com/ms/de_DE/aktivitet/KVINNA.html">23% günstiger anbietet.</a></p>
<p>Die symbolhaften 23% werden allerdings auch von „männerpolitischen“ Gruppen als Mythos attackiert, mit dem Tenor: Es ist alles gar nicht so schlimm.<span id="more-837"></span></p>
<p>Dabei gilt wie immer: Kenne deine Argumente. Es gesellt sich nämlich noch eine weitere Zahl dazu, die kleiner, aber nach wie vor skandalös ist: Bei „vergleichbaren  Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien“ verdienen Frauen 8% weniger als Männer. Eine <a href="http://www.presseportal.de/pm/32102/2013641/statistisches_bundesamt">Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes</a> erläutert die Berechnung von <em>bereinigtem</em> und <em>unbereinigtem</em> Verdienstunterschied:</p>
<blockquote><p>Zur Berechnung geschlechtsspezifischer Verdienstunterschiede stehen zwei  Indikatoren mit unterschiedlicher Intention zur Verfügung: Der  unbereinigte Gender Pay Gap vergleicht den Durchschnittsverdienst aller  Arbeitnehmer beziehungsweise Arbeitnehmerinnen in allgemeiner Form  miteinander. Auf diese Weise wird auch der Teil des  Verdienstunterschieds erfasst, der durch schlechtere Zugangschancen von  Frauen hinsichtlich bestimmter Berufe oder Karrierestufen verursacht  wird, die möglicherweise ebenfalls das Ergebnis benachteiligender  Strukturen sind. Der bereinigte Gender Pay Gap hingegen misst den  Verdienstabstand von Männern und Frauen mit vergleichbaren  Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien.</p></blockquote>
<p>Die obige Grafik veranschaulicht den Unterschied: Tina und Jan machen einen vergleichbaren Job. Trotzdem bekommt Tina 8% weniger, das ist der bereinigte Gender Pay Gap. Frauen bekommen also für gleiche Arbeit weniger Geld. Zusätzlich haben Tina, Anna und Lisa (hier stellvertretend für alle Arbeitnehmerinnen) irgendwie schlechter bezahlte Jobs bekommen als Tom, Jan und Ben. Darum bekommen sie insgesamt 23% weniger, das ist der unbereinigte Gender Pay Gap. Frauen arbeiten tendenziell also auch noch in schlechter bezahlten Berufen.</p>
<p>Beide Zahlen sagen deutlich, dass wir Probleme haben. Symboldaten wie der heutige Tag mögen ihren Beitrag dazu leisten, sie zu lösen. Dennoch lohnt es sich, die statistischen Fakten sauber parat zu haben. IKEA mischt sie leider munter durcheinander: „Wusstest du eigentlich, dass Frauen in Deutschland bei gleicher Leistung durchschnittlich 23% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen“ &#8211; aber die machen ja auch Werbung, keine Politik.</p>
<p><em>Die bearbeitbare Quelldatei im SVG-Format von <a href="http://inkscape.org/">Inkscape</a> ist <a href="/wp-content/uploads/2011/03/gender-pay-gap-source.svg">hier verfügbar</a>, falls sich jemand berufen fühlt, eine schönere Version zu gestalten.</em></p>
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		<title>One of a kind &#124; Mattel bringt zur WM 2011 Fußball Barbies heraus</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 09:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin Bieri]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft wirft ihre Schatten voraus. Der Spielwarenkonzern Mattel hat die deutsche Nationaltrainerin Silvia Neid und ihre Spielführerin Birgit Prinz als Barbie-Puppen herausgegeben. Die beiden Figuren im Masstab 1:6 sind Unikate und werden deshalb „One of a Kind Barbies“ genannt. &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/one-of-a-kind-mattel-wm-2011-fussball-barbie-gender/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=One+of+a+kind+%7C+Mattel+bringt+zur+WM+2011+Fu%C3%9Fball+Barbies+heraus+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_390" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-390" title="One of a Kind Barbie" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/Barbie-One-of-a-Kind_S.-Neid-B.-Prinz.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Foto: Mattel (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p><em>Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft wirft ihre Schatten voraus. Der Spielwarenkonzern Mattel hat die deutsche Nationaltrainerin Silvia Neid und ihre Spielführerin Birgit Prinz als Barbie-Puppen <a href="http://www.mattel.de/spielzeug/presseinformation/Barbie_stimmt_mit_Silvia_Neid_und_Birgit_Prinz_auf_die_Frauenfussball_Weltmeisterschaft_2011_ein/1296747569/">herausgegeben</a>.</em></p>
<p>Die beiden Figuren im Masstab 1:6 sind Unikate und werden deshalb „One of a Kind Barbies“ genannt. Mattel versteht das Produkt als Würdigung des Wirkens öffentlicher Personen. In Deutschland hatte bisher nur die Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ehre gehabt. Diese Frauen seien Vorbilder, daran will Mattel erinnern, denn „50 Jahre lang hat Barbie Mädchen dazu ermutigt daran zu glauben, dass sie einfach alles werden können“, wie der Konzern schreibt.<span id="more-389"></span></p>
<p>Das war ja überhaupt das Revolutionäre an Barbie, als sie 1959 lanciert wurde. Sie war kein Kind mehr. Bisher waren Puppen dazu da gewesen, bemuttert zu werden. Barbie hingegen stellte eine junge Frau dar, die älter war als die Mädchen, die mit ihr spielten. Fortan dienten Puppen nicht mehr nur dazu, Mädchen auf die kommende Mutterrolle vorzubereiten. Sie sollten viele verschiedene Lebensentwürfe verkörpern. Tatsächlich hat Barbie bis heute weder geheiratet, noch hat sie Kinder; dafür mehrere Berufe. Begleitendes Spielzeug und – weil Barbie eine Modepuppe ist – vor allem Kleider lassen sie immer neue Identitäten annehmen. Annehmen heißt in diesem Fall: Kaufen. Mattel ist ein Milliarden-Unternehmen, Barbie die Ikone der Konsumgesellschaft.</p>
<p>Nun hat sie also die Gestalt von Silvia Neid und Birgit Prinz: Die Trainerin „trägt einen schwarzen Hosenanzug mit beigem Pullover. Dazu kombiniert sie einen schwarzen Schal und schwarze Stiefel.“ Die Stürmerin trägt einfach das rote Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Wie Neid und Prinz sehen sie trotzdem nicht aus. Gestalt annehmen ist schwierig mit einem Körper, der immer derselbe ist – und unter realistischen Gesichtspunkten gar nicht lebensfähig wäre. Dieser Körper ist, den multiplen Identitäten, die sich Barbie kaufen darf zum Trotz, immer und in millionenfacher Ausführung eindeutig eines: weiblich. Oder besser: Was man sich idealerweise darunter vorstellt. Dem entsprechen natürlich weder Neid noch Prinz wie auch sonst überhaupt niemand.</p>
<p>Neulich erklärte der Fußballgroßphilosoph und Meister des ebenso sprunghaften wie unabgeschlossenen Satzes Jörg Stiel, ehemals Borussia Mönchengladbach, im Fußballtalk des Schweizer Sportfernsehens etwas Ähnliches. In einem denkwürdig schwachen Moment gab der gewesene Torwart  seiner Erleichterung Ausdruck, dass heute im Frauenfußball nicht mehr „Männer gewordene Frauen, sondern richtige Frauen“ zu sehen seien. Keine aus der Runde, inklusive der Präsidentin des Organisationskomitees der Weltmeisterschaft und ehemaligen Weltfußballerin Steffi Jones, widersprach ihm. Als wäre es an irgendwem anderem als an jeder einzelnen Frau, zu bestimmen, was das denn sei, eine „richtige“ Frau. One of a kind. Man war sich einig: Gut, dass der Frauenfußball heute weiblich sein darf. Das war leider nur die halbe Wahrheit. Den Slogan der WM im Ohr – „20elf von seiner schönsten Seite“ – und Neid und Prinz als Barbie vor Augen wird klar, was eigentlich gemeint ist: Der Frauenfußball <em>darf</em> nicht nur weiblich sein, er <em>muss</em>. Kommt das Verkaufsargument, geht die Freiheit.</p>
<p><em>Artikel zuerst erschienen im Schweizer</em><em> <a href="http://www.frauenfussballmagazin.ch/">Frauenfussballmagazin</a>.</em></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=One+of+a+kind+%7C+Mattel+bringt+zur+WM+2011+Fu%C3%9Fball+Barbies+heraus+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Neues vom PR-Sport</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 18:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die BILD-Zeitung hat sich in den vergangenen zwei Wochen als Reibungspunkt gezeigt, wie schon lange nicht mehr. In Sachen Guttenberg war das Blatt klar auf Seiten des Abschreibers. Das mag statt an einer konservativen Ideologie vielleicht auch nur an der &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/pr-sport-bild-holofernes-taz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Neues+vom+PR-Sport+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_453" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-453" title="Ausschnitt BILD-Anzeige Holofernes" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/holofernes-bild.jpg" alt="Ausschnitt BILD-Anzeige Holofernes" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: BILD (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p>Die BILD-Zeitung hat sich in den vergangenen zwei Wochen als Reibungspunkt gezeigt, wie schon lange nicht mehr. In Sachen Guttenberg war das Blatt klar auf Seiten des Abschreibers. Das mag statt an einer konservativen Ideologie vielleicht auch nur an der teuren Bundeswehr-Anzeigenkampagne gelegen haben, mit der das Verteidigungsministerium <a href="http://www.fr-online.de/politik/vertraege-vorerst-nur-mit-springer/-/1472596/7504662/-/index.html">den Springer-Verlag segnet.</a></p>
<p>Der SPIEGEL fand es jedenfalls an der Zeit, der BILD eine Titelstory zu widmen: „Bild &#8211; die Brandstifter“ prangt es von der aktuellen Titelseite. Übrigens mit einem <a href="http://www.bildblog.de/28339/whos-got-a-match/">vom Künstler Gürsoy Dogtas geklauten Motiv</a>, ohne Fußnote.</p>
<p>Die Musikerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Holofernes">Judith Holofernes</a> (<em>Wir sind Helden</em>) hat sich auch in bester Kreuzberger Manier mit der BILD auseinandergesetzt.<span id="more-441"></span>Eine Anfrage, ob sie für die aktuelle Werbekampagne „Ihre Meinung zu BILD“ ein „kritisches“ Statement über die Zeitung abgeben möchte (moralisch unverdächtig, weil mit 10.000€-Spende an arme Kinder abgegolten), beschied Holofernes mit einer <a href="http://www.wirsindhelden.de/2011/02/1069/">reflektierten aber engagierten Ablehnung</a>, in der sie die Mechanismen der Kampagne klug auseinandernimmt. Konfrontation! Die Website der Band brach unter der Aufmerksamkeit für diese Replik zusammen &#8211; dem Verkauf des Ende Januar erschienenen neuen Album wird es helfen.</p>
<p>BILD, bzw. die zuständige Werbeagentur Jung von Matt hatte Spaß an dieser Kampfansage und tat das naheliegende: Der lange Offene Brief wurde als Statement aufgenommen und in der Kampagne gedruckt. Um noch eins drauf zu setzen: <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/02/27/bild-zeitung_wirbt_mit_holofernes-absage/">ganzseitig in der taz</a>. Konfrontation!</p>
<p>In der daraufhin ausgelösten Debatte über Käuflichkeit und das Problem der Werbefinanzierung durfte sich auch BILD-Chefredakteur Diekmann <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/03/01/taz-einnahmen_sichern_bild-anzeigen_verhindern/">zu Wort melden</a>, schließlich ist er offiziell „Genosse“ und damit Unterstützer der taz (wie sportlich!). „Dann legt halt zusammen und schafft die Werbung ab“ ist in etwa seine Antwort. Die taz erlaubte sich wiederum einen Scherz und <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/03/01/ihre_meinung_zu_bild_herr_guttenberg/">druckte eine gefälschte BILD-Anzeige</a>, in der Guttenberg seine fiktive Meinung zu dem Blatt kund tut: „Wenigstens selbst geschrieben“.</p>
<p>Ein spannender Schlagabtausch, in der alle Gesten mal ausprobiert werden dürfen: Empörung, Ironie, Ehrlichkeit, Kalkül, Arroganz. Alles kann und muss umgedeutet werden. Und oben drüber steht irgendwie der Konsens, dass das alles ein Spiel ist &#8211; zu dem man am besten eine gute Miene macht.</p>
<p>Willkommen in der PR-Gesellschaft.</p>
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		<title>Echt digital und unglaublich nah &#124; Kunst global im Google Art Project</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 10:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Franziska Börner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Art Project]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn irgendwo ein neuer virtueller Raum aufmacht und die Weltöffentlichkeit davon Wind bekommt, dann gibt es stets erst mal eine lange Schlange und viel Gossip darüber, ob dies nun der endgültige Ausverkauf der echten, authentischen Realität ist oder doch der &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/google-art-project/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Echt+digital+und+unglaublich+nah+%7C+Kunst+global+im+Google+Art+Project+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="720" height="405" src="http://www.youtube.com/embed/ZKPeN3ZNCOE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><br/>Wenn irgendwo ein neuer virtueller Raum aufmacht und die Weltöffentlichkeit davon Wind bekommt, dann gibt es stets erst mal eine lange Schlange und viel Gossip darüber, ob dies nun der endgültige Ausverkauf der echten, authentischen Realität ist oder doch der emanzipatorische Schritt ins Licht, den eben nur das Internet erzeugen kann. Man erinnere sich an das Versprechen von Second Life, dass dort nun schlichtweg alles möglich sei, was es auch im ersten, also wahren Leben gibt &#8211; nur, dass man selbst eine Andere sein konnte. Die Räume, die Second Life eröffnete und die dem nicht virtuellen Diskursraum erstaunlich schnell erstaunlich ähnelten (es ging um Geld, Werbung, Pornos, Mobbing), werden inzwischen nurmehr belächelt.</p>
<p>Dagegen haben virtuelle Blicke in tatsächlich existierende Räume &#8211; besonders wenn sie aus dem Hause Google stammen &#8211; Hochkonjunktur. Zwar gab es Wellen der Ablehnung, als Google Street View den eigenen Gartenzaun ablichten und digitalisieren wollte. Die Faszination, selbst via Google-Suche die halbe Welt zu bereisen, nahm daran jedoch keinen Schaden. Und nun landeten die Macher der Technologie einen neuen Coup: Das <a href="http://www.googleartproject.com/">Art Project</a> ermöglicht den virtuellen Gang durch 17  Museen rund um die Welt, inklusive Mega-Zoom in ausgewählte Werke und interaktiver Features für den Kunstsammler 2.0.<span id="more-285"></span></p>
<p>Es ist mit dem Art Project kein Problem, sich vom Museum of Modern Art in New York City direkt in den Palast von Versailles zu klicken. Von dort in die Uffizien nach Florenz und weiter in die St. Petersburger Eremitage. Die Zeitspanne, die man mit wenigen Klicks durchforsten kann, reicht vom Mittelalter bis zur Moderne, ein paar zeitgenössische Ausnahmen bestätigen die Regel.</p>
<p>Wen die alten Meister interessieren,  der wird in Googles Weltmuseum bei der Berliner Gemäldegalerie, in der National Gallery of London oder natürlich den Florentiner Uffizien fündig werden. Liebhaber der Moderne können sich im Museum Reina Sofia in Madrid, in der Frick Collection gleich am New Yorker Central Park und dem MoMA tummeln. Was Exotisches ohne Stäbchen, nämlich (südost-) asiatische Kunst, gibts in der Freer Gallery in Washington. Und wer ganz ohne Konzept und kunsthistorische Vorbildung in die Manege steigt, der tut gut daran virtuell ins Madrider Museo Thyssen zu reisen. Da gibt es auf etlichen Korridoren und Geschossen alles, vom goldgrundigsten italienischen Mittelalter bis zur nackten Pop-Art-Muse. Alles in einem Rundgang abzuhaken, sozusagen Weltreise und Kunstgeschichtsstudium im Schnelldurchlauf.</p>
<p>Was am Art Project fasziniert, ist aber nicht nur der Zugang zu den großen Museen der Welt via Mausklick, sondern die Einmaligkeit der Auflösung, mit der Google ausgewählte Werke &#8211; und zwar genau eins pro Haus &#8211; präsentiert. Bis zum Pinselstrich und Haarriss im Firnis kann man heranzoomen und damit den Blick des Museumsbesuchers gegen den des Restaurators oder Gutachters tauschen. Natürlich nur scheinbar, denn letztlich sitzt man immer noch vor dem Bildschirm.</p>
<p>Die Museumssprecher beeilten sich beim Launch des Projekts natürlich zu versichern, dass das neue virtuelle Publikum dem Strom der wirklichen Besucher keinen Abbruch tun wird. Die gingen nun entweder besser vorbereitet in die Ausstellungen, die sie ohnehin angesehen hätten, oder würden im besten Fall über die Facebook-Sammlungen ihrer Freunde mit Werken vertraut gemacht, die sie im Kunstunterricht nur anöden. Ob Google nun also ein neues Kunstinteresse weckt, die Schwelle der Institution Museum senkt? Oder ob durch das Art Project, wie es so vielen Web-Anwendungen vor ihm vorgeworfen wurde, nur die Wirklichkeit abflacht? Diese Fragen selbst bleiben doch sehr an der Oberfläche des Phänomens.</p>
<p>Man könnte stattdessen nach dem praktischen Nutzen des Projekts für Forschung, Lehre und Bildung fragen. Die Vorteile für diejenigen Kunstlehrer, Antiquare und Spezialisten, die ohnehin schon seit eh und je mit Reproduktionen arbeiten, welche sie aber heimlich selbst machen oder teuer erstehen mussten, liegt auf der Hand. Eine andere Frage könnte auf die Google-Plattform im Vergleich zu anderen digitalisierten Kunstkatalogen zielen, wie sie zum Teil von den Museen selbst angefertigt werden oder wie sie derzeit in dem europäischen Kulturprojekt <a href="http://www.europeana.eu/">Europeana</a> zusammen getragen werden. Kritisch könnte man hinterfragen, warum Google sich ausgerechnet den klassischen Kunstgattungen widmet und nicht der seinem Kerngeschäft viel näher liegenden zeitgenössischen digitalen Kunst, die anders als die Van Goghs und Vermeers noch nach adäquaten Formaten der Präsentation und Archivierung verlangt.</p>
<p>Wer sich angesichts solch einer Themenfülle im Kontext des neusten Google-Coups auf die gute alte Dichotomie von digitalem und echtem Raum beschränkt, der verkennt, dass inzwischen für Generationen das Digitale eine ganz eigene Realität darstellt. Und dass in dieser Realität auch die Frage nach der öffentlichen Bedeutung und Zugänglichkeit von Kunst noch einmal neu aufgerollt wird, das bleibt zu wünschen.</p>
<p><em>In Schönschrift werden wir uns in loser Folge und aus unterschiedlichen Perspektiven den verschiedenen Aspekten des Google Art Project widmen.</em></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Echt+digital+und+unglaublich+nah+%7C+Kunst+global+im+Google+Art+Project+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Kinoluft und Kaffeebecher &#124; Der European Film Market (61. Berlinale)</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 18:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Laura-Helen Rüge]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[61. Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[EFM]]></category>
		<category><![CDATA[European Film Market]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor dem Berlinale Palast der rote Teppich, Paillettenkleider und Limousinen &#8211; verzaubernde Filmluft. In den Kinos, ein Stockwerk tiefer, im Martin Gropius Bau, im Marriott Hotel und im Berliner Abgeordnetenhaus findet nebenher neun Tage lang der European Film Market statt. &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/european-film-market-berlinale/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Kinoluft+und+Kaffeebecher+%7C+Der+European+Film+Market+%2861.+Berlinale%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-359" title="Kinoeingang (Berlinale)" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/Eingang-Cubix-Berlinale.jpg" alt="Eingang des Cubix-Kinos am Alexanderplatz (Berlinale-Kino)" width="720" height="306" />Vor dem Berlinale Palast der rote Teppich, Paillettenkleider und Limousinen &#8211; verzaubernde Filmluft. In den Kinos, ein Stockwerk tiefer, im Martin Gropius Bau, im Marriott Hotel und im Berliner Abgeordnetenhaus findet nebenher neun Tage lang der <a href="http://www.efm-berlinale.de/">European Film Market</a> statt. Eine Filmmesse, auf der entschieden wird, was in Europa im kommenden Jahr in den Kinos und auf den Fernsehkanälen gespielt wird.</p>
<p>Knapp tausend Filme von über fünfzig Produktionsfirmen werden gezeigt, über tausend Filmeinkäufer besuchen die Vorführungen. Gut fünfhundert Messestände von Verleihen, Filmförderungen und Produktionsfirmen ziehen sich im Martin Gropius Bau durch die Ausstellungshallen und Flure. Am spanischen Stand wird Schokolade, am deutschen Notizblöcke und am litauischen Stand Vodka verschenkt. <span id="more-357"></span>Wer Geld hat, mietet sich hier einen großen Messestand, kleinere Produktionsfirmen müssen mit dem Marriott Hotel vorlieb nehmen, das etwas versteckter liegt. Lässt man dortt den Blick durch die Hotellobby schweifen, kann man das pausenlose „meet-and-greet“ der Film-An- und Verkäufer beobachten. Die Frauen hübsch zurecht gemacht, die Männer im Anzug &#8211; so sehen die Verkäufer aus. Auf der anderen Seite die Käufer, Fernsehsender und Verleihe; das sind die Individualisten mit verstrubbelten Haaren, Alkoholfahnen vom Empfang am Vorabend, Coffee-to-go Becher in der Hand, die in den Vorführraum stürmen und ihn meist auch nach drei Minuten wieder verlassen.</p>
<p>Für die potenziellen Käufer mieten die Produktionsfirmen Kinosäle. Auch hier gilt: Wer Geld hat, leistet sich das Cinestar oder Cinemaxx, wer bescheidener sein muss, bucht einen der zum Kino umgewandelten Konferenzräume im Marriott. Das Spektrum der Filme, die dort &#8211; oft erstmalig &#8211; gezeigt werden, ist groß. Es geht von Hochglanz-Hollywood-Produktionen, die oftmals schon amerikanische Verleihe haben und nun ihr Glück in Europa versuchen, bis zu südamerikanischen Low-Budget-Produktionen, bei denen der Ton noch nicht fertig abgemischt ist und deren neueste Version erst zwei Minuten vor Screening-Start eintrifft.</p>
<p>Generell gilt: Tauchen bekannte Namen in der Besetzungsliste auf, ist auch das Interesse an einem Film sehr hoch. Spielen nur Unbekannte, muss die Produktionsfirma über ein gutes Marketingkonzept, kostenlose T-Shirts oder aber charmante „Sales Agents“ im Minirock verfügen. Verlassen Käufer bereits nach drei Minuten den Saal, muss dies jedoch nichts Schlechtes bedeuten, wie der Sales Manager einer japanischen Firma erklärt: „Wenn ein &#8218;Buyer&#8216; nach kurzer Zeit das Screening fluchtartig verlässt, bedeutet das entweder: Der Film ist schlecht, oder aber er will ihn sofort kaufen!“. Welches Kino die großen Hollywood-Produktionen mit Star-Besetzung abgreift, bestimmt letztendlich auch der Geldbeutel des Verleihs.</p>
<p>Erst bei einem zweiten Blick in die Hotellobby, wird die Spannung unter der perfekt geschminkten Oberfläche der Sales Agents sichtbar. Trotz lockerer Weißwein-Schorlen-Atmosphäre sind alle permanent mit Telefon und iPad beschäftigt, potenzielle Käufer werden schon in dem Moment angeschrieben, in dem sie den Vorführsaal betreten. Es wird deutlich, dass die Verkäufer unter einem enormen Druck stehen ihren Film auf den Markt zu bringen. Dieser Druck entlädt sich dann schon mal an den Filmvorführern, wenn der Film vermeintlich nicht optimal auf der Leinwand präsentiert wird. Auch über die Einkäufer der Filme hört man, der Job könne in Sekundenschnelle ein toller Job gewesen sein. Bleibt der erwartete Kinoerfolg aus oder sind die Einschaltquoten geringer als erwartet, ist auch der Job weg.</p>
<p>Auch auf dem Filmmarkt geht es wie auf anderen Märkten knallhart um das Geld, um das Handeln, um den Verkauf. Beim Lauf über den roten Teppich, den man auf der Berlinale auch als Normalsterblicher im Besitz einer Eintrittskarte genießen kann, scheint danach die Kinoluft plötzlich etwas entzaubert.</p>
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		<title>&#8222;The Daily&#8220; für alle &#124; Nur ein bisschen exklusiv für&#8217;s iPad</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 11:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[DRM]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>
		<category><![CDATA[The Daily]]></category>

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		<description><![CDATA[Rupert Murdochs neuestes Projekt kommt mit großen Worten daher: &#8222;It&#8217;s not just an app—it&#8217;s a new voice. The Daily is offered exclusively in Apple&#8217;s iPad App Store&#8220;. Die erste Zeitung, die nur für Apples iPad produziert wird, verkauft durch den &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/the-daily-exklusiv-ipad/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=%26%238222%3BThe+Daily%26%238220%3B+f%C3%BCr+alle+%7C+Nur+ein+bisschen+exklusiv+f%C3%BCr%26%238217%3Bs+iPad+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rupert Murdochs neuestes Projekt kommt mit großen Worten daher: &#8222;It&#8217;s not just an app—it&#8217;s a new voice.  The Daily is offered exclusively in Apple&#8217;s iPad App Store&#8220;. Die erste Zeitung, die nur für Apples iPad produziert wird, verkauft durch den komfortablen, aber streng reglementierten AppStore.</p>
<p>Auf den irgendwie reizenden Social Network-Pöbel will man aber auch nicht verzichten, lässt sich doch ohne Likes, Retweets und großen Wirbel doch heute keine Relevanz mehr beweisen. Und so haben die Schöpfer des <em>Daily</em> die Inhalte nur fast iPad-exklusiv gemacht: Es gibt zwar kein Nachrichtenportal zum Einstieg, wer aber den genauen Link zu einem Artikel kennt, kann diesen auch mit seinem normalen Browser aufrufen. So kann das geneigte iPad-Publikum auch Noch-Nicht-Besitzern des Apple-Tablets einen Artikel empfehlen.</p>
<p>Natürlich gibt es sofort nach Markteinführung von <em>The Daily</em> eine Seite, die das öffentliche Inhaltsverzeichnis ersetzt und alle Artikellinks zusammenträgt: <a href="http://thedailyindexed.tumblr.com/">The Daily: Indexed</a>. Ist ja auch nicht schwer. Der Wunsch, sowohl den kopiergeschützten Vertriebsweg zu nutzen, als auch die Offenheit des Netzes zu suchen &#8211; nur was eine URL hat, existiert &#8211; scheint naiv. Vielleicht ist es auch ein genialer Schachzug.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=%26%238222%3BThe+Daily%26%238220%3B+f%C3%BCr+alle+%7C+Nur+ein+bisschen+exklusiv+f%C3%BCr%26%238217%3Bs+iPad+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Skandle im Sperrbezirk &#124; (transmediale.11)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 08:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Analog Hole]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Rights Management]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>
		<category><![CDATA[Kopierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Skandle]]></category>
		<category><![CDATA[Transmediale]]></category>
		<category><![CDATA[transmediale.11]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Kampfbegriff Analog Hole versucht die amerikanische  Film- und Musikindustrie seit 2002, eine Lücke im Netz der Kopierschutzverfahren zu verkleinern. Durch analoges Überspielen und anschließendes Re-Digitalisieren lässt sich, nimmt man einen gewissen Qualitätsverlust hin, schließlich fast alles kopieren. Wie &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/skandle-im-sperrbezirk-transmediale-11/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Skandle+im+Sperrbezirk+%7C+%28transmediale.11%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-142" title="Skandle bei der transmediale.11" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/skandle-transmediale.jpg" alt="" width="720" height="306" /></p>
<p>Mit dem Kampfbegriff <em>Analog Hole</em> versucht die amerikanische  Film- und Musikindustrie seit 2002, eine Lücke im Netz der Kopierschutzverfahren zu verkleinern. Durch analoges Überspielen und anschließendes Re-Digitalisieren lässt sich, nimmt man einen gewissen Qualitätsverlust hin, schließlich fast alles kopieren. Wie etwa in prä-digitalen Zeiten mit magnetischen Tonbändern. Durch strikte Gesetze und eng gesetzte Standards würden manche Interessengruppen die analogen Zugriffsmöglichkeiten auf Bilder und Töne so stark wie möglich einschränken. Doch diese Anstrengung ist paradox, denn an irgendeinem Punkt müssen die Inhalte in analoger Form an den Nutzer übermittelt werden. Die Bits müssen in Photonen und Schwingungen umgewandelt werden.</p>
<p>ӎ, ℝ und ⁋ thematisieren diese Spannung, die analoge Lücke, mit ihrem Projekt <a href="http://skandle.us/">Skandle</a>, das sie in der Open Design City der transmediale.11 vorstellen.<span id="more-139"></span> Skandle überwindet den Kopierschutz des E-Book-Readers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Kindle">Kindle</a> von Amazon auf eine sehr einfache Weise: Das Gerät wird auf einen Scanner gelegt und die aufgerufenen digitalen Seiten einzeln gescannt. Wie ganz normale Papierseiten. Und der aufwändige Kopierschutz, mit dem Amazon seinen Kunden sogar die Bücher ungefragt wieder vom Gerät löschen kann, ist machtlos dagegen.</p>
<p>Skandle ist technologisch kein großer Wurf. Im Gegenteil, auf ihrer Website stellen die Künstler ihre einfachen Methoden vor und fordern auf: &#8222;Make your own&#8220;. Aber das Projekt skandalisiert jene Konsequenz, den moderne Digital Rights Management-Systeme (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung">DRM</a>) eigentlich ziehen müssten: Die Wahrnehmung durch den Empfänger ist die letzte Lücke, die es zu schließen gilt. Am effektivsten wäre der Kopierschutz, wenn die Werke stumm blieben.</p>
<p>Das Thema der transmediale.11, RESPONSE:ABILITY, deutet nicht nur auf Verantwortung, sondern eben auch auf Fähigkeiten, <em>abilities</em>. Und die sind in einer Mediengesellschaft ständig in Verhandlung. Zu Skandle schreiben die Künstler: &#8222;Amazon&#8217;s Digital Restriction Management (DRM) is a <a href="http://www.defectivebydesign.org/amazon-kindle-swindle">system designed to take away rights</a> you would typically have when reading a book. [&#8230;] The price you pay for &#8218;convenience&#8216; is restrictions on your rights&#8220; (Link im Original). DRM ist eine Technologie, aber sie funktioniert nur, weil Nutzer sie akzeptieren.  Skandle ist kein alltagstaugliches Werkzeug zum Kopieren von E-Books. Aber ein Beitrag zur Frage, welche Möglichkeiten Leser mit ihren Büchern haben sollten.</p>
<p><em><a href="http://www.transmediale.de/node/17469">Open Design City</a>, noch bis Sonntag, 06.02.2011, Haus der Kulturen der Welt, Berlin.</em></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Skandle+im+Sperrbezirk+%7C+%28transmediale.11%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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