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	<title>Kommentare zu: Reflexion 3 &#124; Digitaler Selbstverlag</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Von: Katja Grawinkel</title>
		<link>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/reflexion-3-digitaler-selbstverlag/comment-page-1/#comment-566</link>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 11:52:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich fürchte, man hat häufig ein zu positives Bild vom (guten) Leben der bezahlten (Kultur-) Journalisten. Klar, wer einen begehrten Redakteursplatz im Feuilleton einer großen Tages- oder Wochenzeitung ergattert hat, der kann sich über ein festes, regelmäßiges Einkommen für sein Schreiben freuen. Aber gerade bei den erwähnten Kulturmagazinen sind die Redaktionen klein bis winzig, die Armee von freien Mitarbeitern bekommt häufig gemessen an der Reputation der Medien unglaublich wenig und un- oder schlecht bezahlte Redaktionspraktikanten übernehmen täglich anfallende Aufgaben für lau.

Es nützt natürlich nichts, diesem Problem mit einer noch größeren Freiwilligkeit und noch größerem Verzicht auf finanzielle Entlohnung entgegenzutreten und das ist auch nicht unsere Absicht. Aber, was tun? Vorerst das, was auch freie Journalisten antreibt, die ihre Texte für mehr oder weniger Geld an größere oder kleinere Blätter verkaufen: sich über jeden einzelnen Leser freuen, den das Geschriebene erreicht. Klarer Vorteil eines Blog: Man kann diese Leser nicht nur anhand von Zahlen erahnen, sondern mit Ihnen - wie hier - in Kontakt treten!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fürchte, man hat häufig ein zu positives Bild vom (guten) Leben der bezahlten (Kultur-) Journalisten. Klar, wer einen begehrten Redakteursplatz im Feuilleton einer großen Tages- oder Wochenzeitung ergattert hat, der kann sich über ein festes, regelmäßiges Einkommen für sein Schreiben freuen. Aber gerade bei den erwähnten Kulturmagazinen sind die Redaktionen klein bis winzig, die Armee von freien Mitarbeitern bekommt häufig gemessen an der Reputation der Medien unglaublich wenig und un- oder schlecht bezahlte Redaktionspraktikanten übernehmen täglich anfallende Aufgaben für lau.</p>
<p>Es nützt natürlich nichts, diesem Problem mit einer noch größeren Freiwilligkeit und noch größerem Verzicht auf finanzielle Entlohnung entgegenzutreten und das ist auch nicht unsere Absicht. Aber, was tun? Vorerst das, was auch freie Journalisten antreibt, die ihre Texte für mehr oder weniger Geld an größere oder kleinere Blätter verkaufen: sich über jeden einzelnen Leser freuen, den das Geschriebene erreicht. Klarer Vorteil eines Blog: Man kann diese Leser nicht nur anhand von Zahlen erahnen, sondern mit Ihnen &#8211; wie hier &#8211; in Kontakt treten!</p>
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	<item>
		<title>Von: Till Claassen</title>
		<link>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/reflexion-3-digitaler-selbstverlag/comment-page-1/#comment-562</link>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 17:50:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zur monetären Entlohnung von Blogs gibt es ja verschiedene Ansätze. Die einen haben mit (Micro-)Beiträgen der Leser zu tun (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Flattr&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Flattr&lt;/a&gt;,&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kachingle&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt; Kachingle&lt;/a&gt;, generelle Spenden), die anderen sind irgendeine Art von Werbung.

Beide basieren aber auf der Voraussetzung, dass eine gewisse kritische Masse an Lesern erreicht wird, damit sich die Sache auch lohnt. Wenn das Tolle an diesem Internet nun aber ist, dass wir alle zu Sendern und Produzenten werden können, ist es fraglich, ob es ein tragbarer Ansatz sein kann, dieses notwendige wenige-Sender-viele-Empfänger-Prinzip anzustreben. Aber es scheint logisch: wer davon leben will, muss sich von der Masse abheben.

Dass &lt;i&gt;Schönschrift&lt;/i&gt; da bisher keinen monetären Ehrgeiz hat (dieses nette Preisgeld, das wir eingesackt haben, war schon eine Überraschung), ist vielleicht schlichte Vermeidung dieser Frage. Aber wir bewegen uns ja fast alle in einem akademischen Umfeld (sprich: studieren) und da werden ja gelegentlich auch mal Dinge einfach gemacht.

Und bei den Zeitschriften am Kiosk will ich manchmal auch lieber gar nicht wissen, wie groß der Arbeitsanteil von Volontären und Praktikanten ist.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur monetären Entlohnung von Blogs gibt es ja verschiedene Ansätze. Die einen haben mit (Micro-)Beiträgen der Leser zu tun (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flattr" rel="nofollow">Flattr</a>,<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kachingle" rel="nofollow"> Kachingle</a>, generelle Spenden), die anderen sind irgendeine Art von Werbung.</p>
<p>Beide basieren aber auf der Voraussetzung, dass eine gewisse kritische Masse an Lesern erreicht wird, damit sich die Sache auch lohnt. Wenn das Tolle an diesem Internet nun aber ist, dass wir alle zu Sendern und Produzenten werden können, ist es fraglich, ob es ein tragbarer Ansatz sein kann, dieses notwendige wenige-Sender-viele-Empfänger-Prinzip anzustreben. Aber es scheint logisch: wer davon leben will, muss sich von der Masse abheben.</p>
<p>Dass <i>Schönschrift</i> da bisher keinen monetären Ehrgeiz hat (dieses nette Preisgeld, das wir eingesackt haben, war schon eine Überraschung), ist vielleicht schlichte Vermeidung dieser Frage. Aber wir bewegen uns ja fast alle in einem akademischen Umfeld (sprich: studieren) und da werden ja gelegentlich auch mal Dinge einfach gemacht.</p>
<p>Und bei den Zeitschriften am Kiosk will ich manchmal auch lieber gar nicht wissen, wie groß der Arbeitsanteil von Volontären und Praktikanten ist.</p>
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	<item>
		<title>Von: McBoe</title>
		<link>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/reflexion-3-digitaler-selbstverlag/comment-page-1/#comment-561</link>
		<dc:creator><![CDATA[McBoe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 16:32:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da fällt mir eine Karikatur von F.K. Waechter ein: &quot;Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein&quot;, denke ich die Zahl der Leser von Blogs (oder den Kulturseiten einer Zeitung), die eine kann man feststellen, die andere (ganz) vielleicht mit ihrer Auflagenhöhe vergleichen. Zeitschriften der reinen Lehre, solche mit nur kulturellen Inhalten, z.B. Lettre International, wären den Blog-Zugriffen vielleicht am ehesten vergleichbar. Aber: Autoren des einen bleiben Amateure (arbeiten nebenher, ohne sich davon zu finanzieren), die anderen werden Profis (können davon gut(?) leben).
Der Unterschied: der eine verschwindet irgendwann im Cloud des Internets, die andere vielleicht im Magazin einer Bibliothek. Der Unterschied ist so vielleicht vergleichbar mit dem Redner an Hyde Parc Corner gegenüber dem Titelseitenschreiber der Times. Womit nicht abgewogen sein soll wer der &quot;bessere&quot; ist.
Das Problem:  Wie macht sich Blog in einer Netzwelt so bemerkbar, dass er eine ähnliche Reputation erfährt (und monetäre Belohnung erhält) wie die Zeitschrift im Kiosk.
Oder ist der Blog so selbstlos, dass er das gar nicht will? (Dann war auch dieser Einwurf umsonst.)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da fällt mir eine Karikatur von F.K. Waechter ein: &#8222;Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein&#8220;, denke ich die Zahl der Leser von Blogs (oder den Kulturseiten einer Zeitung), die eine kann man feststellen, die andere (ganz) vielleicht mit ihrer Auflagenhöhe vergleichen. Zeitschriften der reinen Lehre, solche mit nur kulturellen Inhalten, z.B. Lettre International, wären den Blog-Zugriffen vielleicht am ehesten vergleichbar. Aber: Autoren des einen bleiben Amateure (arbeiten nebenher, ohne sich davon zu finanzieren), die anderen werden Profis (können davon gut(?) leben).<br />
Der Unterschied: der eine verschwindet irgendwann im Cloud des Internets, die andere vielleicht im Magazin einer Bibliothek. Der Unterschied ist so vielleicht vergleichbar mit dem Redner an Hyde Parc Corner gegenüber dem Titelseitenschreiber der Times. Womit nicht abgewogen sein soll wer der &#8222;bessere&#8220; ist.<br />
Das Problem:  Wie macht sich Blog in einer Netzwelt so bemerkbar, dass er eine ähnliche Reputation erfährt (und monetäre Belohnung erhält) wie die Zeitschrift im Kiosk.<br />
Oder ist der Blog so selbstlos, dass er das gar nicht will? (Dann war auch dieser Einwurf umsonst.)</p>
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