<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Schönschrift &#187; Dominik Brüggemann</title>
	<atom:link href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/autoren/dominik-brueggemann/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://xn--schnschrift-tfb.org</link>
	<description>Notizen zur Kultur</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Jun 2023 18:20:33 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.0.38</generator>
	<item>
		<title>Ein ehrlicher Einblick &#124; Thees Uhlmann schwimmt allein den Fluss hinauf</title>
		<link>http://schoenschrift.org/artikel/thees-uhlmann-schwimmt-allein-den-fluss-hinauf/?piwik_campaign=from-rss</link>
		<comments>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/thees-uhlmann-schwimmt-allein-den-fluss-hinauf/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 09:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Brüggemann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ton]]></category>
		<category><![CDATA[Casper]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Hotel van Cleef]]></category>
		<category><![CDATA[Opel Kadett]]></category>
		<category><![CDATA[Pierre Littbarski]]></category>
		<category><![CDATA[Thees Uhlmann]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://xn--schnschrift-tfb.org/?p=1400</guid>
		<description><![CDATA[Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf. Wenn ein Mann Mitte 30 Worte wie diese singt, hofft man für ihn, dass er nicht an Burn-out oder Midlife Crisis leidet. Und nein, Thees Uhlmann leidet nicht, wenn er &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/thees-uhlmann-schwimmt-allein-den-fluss-hinauf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Ein+ehrlicher+Einblick+%7C+Thees+Uhlmann+schwimmt+allein+den+Fluss+hinauf+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="720" height="405" src="http://www.youtube.com/embed/GwwaYX1oG6g?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf. Wenn ein Mann Mitte 30 Worte wie diese singt, hofft man für ihn, dass er nicht an Burn-out oder Midlife Crisis leidet. Und nein, Thees Uhlmann leidet nicht, wenn er die Zeilen der ersten Single seines neuen Soloalbums singt, vielmehr ertönt der bekannte nachdenkliche Sound des Hamburger Jungen. Durch die freudvolle Stimme eines Mannes in den besten Jahren erfahren wir, was Erwachsenwerden bedeutet, welche Vorbilder einst sein Zimmer zierten.<span id="more-1400"></span></p>
<p>Der Opel Kadett und Pierre Littbarski sind im Jahre 2011 zwar nur noch Helden einer vergangenen Zeit, für Uhlmann sind es die Lachse seiner Jugend. Er besingt sie und seine Erinnerungen. Der Kadett wird mittlerweile als Youngtimer eingestuft,  Littbarski würde sich hierüber freuen.</p>
<p>Das Video wirft einen Blick in die Jugend, in die niedersächsische Heimat des Musikers Uhlmann: Er fuhr Kettcar, radelte über die Straßen und kickte den Ball durch den heimischen Garten. Zu trinken gab es Jever und Astra.</p>
<p>Der Refrain der ersten Single klingt betont bedeutungsvoller als eine Jugend auf dem Dorfe vermutlich sein kann. „Wenn es eine Lektion gibt, habe ich sie gelernt: Das Leben ist wie Feuer, es brennt und es wärmt. Das Leben ist hart, aber das nehme ich in Kauf – zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf!“ Er gibt einen ehrlichen Einblick in seine Jugend, in sein Leben und überzeugt damit. Es sind Wahrheiten eines Musikers, der längst mehr ist als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tomte">Tomte</a>-Sänger.</p>
<p>Als Label-Manager bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Hotel_van_Cleef">Grand Hotel van Cleef</a> sorgt er sich um die Zukunft junger Künstler. Aktuell macht er in Hip-Hop. Zumindest im Refrain bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Casper_%28Rapper%29">Casper</a> auf dessen hochgelobter Platte XoXo. Und Casper ist dafür auch bei Thees auf der Platte. Und wie früher, als der Kadett die Straßen prägte, gibt es diese Musik in limitierter Auflage auf Vinyl. Für alle anderen ab sofort auch auf CD und als MP3.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Ein+ehrlicher+Einblick+%7C+Thees+Uhlmann+schwimmt+allein+den+Fluss+hinauf+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schoenschrift.org/artikel/thees-uhlmann-schwimmt-allein-den-fluss-hinauf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Souvereines &#124; Die einmalige Audienz (Freischwimmer 2011)</title>
		<link>http://schoenschrift.org/artikel/souvereines-freischwimmer-2011-berlin/?piwik_campaign=from-rss</link>
		<comments>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/souvereines-freischwimmer-2011-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 17:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Brüggemann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Akihito]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Chuck Morris]]></category>
		<category><![CDATA[Freischwimmer Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Freischwimmer Festival 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Ikonografie]]></category>
		<category><![CDATA[Muammar al-Gaddafi]]></category>
		<category><![CDATA[Sophiensaele]]></category>
		<category><![CDATA[Souvereines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://xn--schnschrift-tfb.org/?p=644</guid>
		<description><![CDATA[Die „einmalige Audienz ihres Lebens“ versprach man den Gästen der sophiensaele Berlin und warnte davor, der kommenden Königin den Rücken zu zeigen. Das Volk solle sich benehmen und Anstand wahren, wenn es der Majestät im Festsaal begegne. Viel Benimm und &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/souvereines-freischwimmer-2011-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Souvereines+%7C+Die+einmalige+Audienz+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_647" class="wp-caption alignleft"><img class="size-full wp-image-647" title="Souvereines - Chuck Morris" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/SouvereinescGerhardFLudwig14.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: Gerhard F. Ludwig / Sophiensaele; alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Die „einmalige Audienz ihres Lebens“ versprach man den Gästen der sophiensaele Berlin und warnte davor, der kommenden Königin den Rücken zu zeigen. Das Volk solle sich benehmen und Anstand wahren, wenn es der Majestät im Festsaal begegne. Viel Benimm und Tamtam für ein freies Theater, aber bitte, für das Theaterduo Chuck Morris und ihr Stück „Souvereines“ gibt man sich dem royalen Protokoll, das vorab verteilt wurde, gerne hin. Wann zeigt sich eine Majestät schon der Öffentlichkeit?</p>
<p>Auf der Bühne dann zwei Frauenkörper, zusammengebunden zu einer Königin. Die verbundenen Protagonistinnen, sie formen die Macht &#8211; zunächst in Unterwäsche. In einem rauschenden Fluss vorbeiströmender Adjektive beschreiben sie die Frau: Sie ist schön, reich, allgegenwärtig und zeitlos, gemeingültig. Sie müsste aufs Klo, wird sich aber eine Weile gedulden, sie sagt das Richtige, obwohl sie weiß, dass es das nicht gibt.<span id="more-644"></span></p>
<p>Man möchte Mitleid mit den Souvereines bekommen: die Macht und die Verantwortung liegt auf ihren Schultern, sie müssen tagtäglich das Richtige tun, dabei freundlich lächeln, ihr Persönliches verbergen. Sie stehen im Licht dieser Sonne, lassen sich für Wandgemälde porträtieren und in Großaufnahme fotografieren.</p>
<p>Das Zepter der Macht geben sie dabei nicht aus der Hand. Das gilt für die Königinnen der Geschichte ebenso wie für Chuck Morris auf der Bühne. Protokollarisch durchgeplant folgt Blende auf Blende, Königin auf Königin. Nur kurzzeitig darf das Publikum die Macht über- und eine Militärparade abnehmen. Man begreift das ambivalente Gefühl, richtet den herrschaftlichen Blick  auf die Vorbeiziehenden und doch sind alle Augen auf die eigene Person fokussiert. Das bringt das Amt nun mal mit sich. Die Souvereines aller Zeiten, sie sind geprägt durch ihr Handeln, das ihnen aufgetragen ist. Und doch sind sie nur Königinnen auf Zeit, ihre Person muss sterben, die Kommende ist die Gehende.</p>
<p>Das Duo Chuck Morris betreibt mit den weiblichen Souveränen eine Bilderwanderung vom Mittelalter bis heute. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ikonografie">Ikonografie </a>der Macht erinnert dabei auch an heutige Regenten – gute wie schlechte. Ob <a title="King of the Kings | Die Wahrheit liegt in der Wüste (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/king-of-the-kings-kritik-freischwimmer-2011/">Gaddafi</a>, <a title="Neues vom PR-Sport" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/pr-sport-bild-holofernes-taz/">Guttenberg </a>oder Japans Kaiser Akihito, die Mächtigen im Amt, sie scheiden alle früher oder später dahin und sind dann Schatten ihrer Macht.<br />
Aber keine Sorge: Es lebe die kommende Königin!</p>
<p><em><a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=25">„Souvereines“</a> läuft noch einmal heute Abend um 19.30 Uhr in den Sophiensaelen.</em></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-souvereines.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-651" title="Notizen Souvereines" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notizen-souvereines-thumb.jpg" alt="" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-souvereines.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Souvereines+%7C+Die+einmalige+Audienz+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schoenschrift.org/artikel/souvereines-freischwimmer-2011-berlin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was ist dein größtes Geheimnis? &#124; „Das Interview“am Societaetstheater Dresden</title>
		<link>http://schoenschrift.org/artikel/das-interview-societaetstheater-dresden/?piwik_campaign=from-rss</link>
		<comments>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/das-interview-societaetstheater-dresden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 13:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Brüggemann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[André Kudella]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Böde]]></category>
		<category><![CDATA[Societaetstheater]]></category>
		<category><![CDATA[Stephanie Stumph]]></category>
		<category><![CDATA[Theo van Gogh]]></category>
		<category><![CDATA[Theodor Holman]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://xn--schnschrift-tfb.org/?p=302</guid>
		<description><![CDATA[Katja hat die schönsten Silikontitten der Welt. Und sie ist die erfolgreichste Schauspielerin der Niederlande. Was könnte für den Politik-Journalisten und Krisenreporter Pierre langweiliger sein, als diese belanglose Medien-Katja exakt an dem Tag interviewen zu müssen, an dem die niederländische &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/das-interview-societaetstheater-dresden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Was+ist+dein+gr%C3%B6%C3%9Ftes+Geheimnis%3F+%7C+%E2%80%9EDas+Interview%E2%80%9Cam+Societaetstheater+Dresden+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_310" class="wp-caption alignnone"><br />
<img class="size-full wp-image-313" title="&quot;Das Interview&quot;, Societaetstheater Dresden" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/Das-Interview-groß.jpeg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Stephanie Stumph und André Kudella (Foto und Bildrechte: Detlef Ulbrich)</p></div>
<p>Katja hat die schönsten Silikontitten der Welt. Und sie ist die erfolgreichste Schauspielerin der Niederlande. Was könnte für den Politik-Journalisten und Krisenreporter Pierre langweiliger sein, als diese belanglose Medien-Katja exakt an dem Tag interviewen zu müssen, an dem die niederländische Regierung zurücktritt? Er kennt sie und ihre Filme nicht und wird nur zu ihr geschickt, weil der Kollege aus dem Kultur-Ressort erkrankt ist.</p>
<p>Eine vortreffliche Ausgangssituation für ein völlig belangloses Interview – und für ein Bühnenstück: „Das Interview“ von Theodor Holman und dem ermordeten niederländischen Schriftsteller <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theo_van_Gogh_(Regisseur)">Theo van Gogh</a> war jetzt im <a href="http://www.societaetstheater.de/">Societaetstheater</a> in Dresden zu sehen. <span id="more-302"></span></p>
<p>Glücklicherweise stellen die beide einzigen Charaktere des Stücks schnell klar, dass sie weder Interesse am Gegenüber noch Lust auf ein dahin plätscherndes Frage-Antwort-Spiel haben. Genau aus diesem Grund nimmt das Spiel der Sticheleien, der Lügen, der Gemein- und Wahrheiten seinen Lauf.</p>
<p>Als Pierre endlich die kritischen Fragen stellt, mit der man auch Politiker aus der Reserve lockt, trifft er Katjas sensible Seelenpunkte. Ihr gefällt das Spiel der Scheinwahrheiten. Kein Verhaspeln, sondern Austeilen, gemein sein. Sie berichtet von glücklosen Beziehungen, Drogen, Karrierevorstellungen. Das Problem für Pierre und die Zuschauer: Was von ihrem täuschenden Darsteller-Gefasel ist real, was Fiktion?</p>
<p>Um dies zu klären, bringt er seine verkorkste Vergangenheit mit ins Spiel, berichtet von seiner verstorbenen Tochter, von den Grausamkeiten des Krieges. Seine Wunden sind echt. Pierre treibt das Spiel der beiden voran, will die große Story, quält sich und lässt sich hierfür quälen. Er will ihr größtes Geheimnis, die Wahrheit. Ein gefährliches Spiel im Mediengeschäft.</p>
<p>Die in Dresden geborene Stephanie Stumph (Katja) mimt die egozentrische Schauspielerin. Zugegeben, ja, man denkt  an Stubbes Tochter aus der Krimi-Reihe im ZDF, aber schnell macht sie ihre bekannte Rolle vergessen, überzeugt als aufgesetzte Schönheit, die im Kokon der Quotenerfolge den Kontakt zur Realität verloren hat. Sie lacht über sich und ihre scheinbare Dummheit, spielt mit der fehlerlosen Attraktivität der Rolle und genießt die Blicke ihres Gegenübers.</p>
<p>André Kudella (Pierre) zeigt einen mittelmäßig erfolgreichen, im Krieg geläuterten Journalisten, der seinen Job als Berufung versteht. Die teils haarsträubenden Geschichten klingen abgestumpft, aber die Qualen haben ihn gebrandmarkt. Sie haben ihn abstumpfen lassen. Und man spürt während des verletzenden Gesprächs: Dieser Mann hat mehr erlebt, als man erfahren möchte. Warum er sich ausgerechnet dieser Frau offenbart? Ob es ihre Schönheit ist, oder ihre treffenden Worte sind, oder sein Gieren nach dem großen Scoop? Nur eins ist sicher: Er glaubt scheinbar, das Gespräch im Griff zu haben.</p>
<p>Regisseur Jan Böde hat zusammen mit Julia Neubert (Assistenz) ein Duo auf die Bühne des Societaetstheaters in Dresden geschickt, das die nötige Intensität des Kammerspiels minutiös aufrecht erhält und neben dem arglistigen Wortspiel zweier Medienprofis auch humorvolle Momente liefert. In dem medienkritischen Stück überwiegt die Spannung, doch die Unterhaltung kommt nicht zu kurz. Wer schwarzen Humor verehrt, hört auf der karg ausgestatteten Bühne aus Styropor Wortduelle im Überfluss und sieht zwei Schauspieler, die sich gegenseitig derart verletzen, dass man meinen könnte, sie seien ein Ehepaar kurz vor der Scheidung.</p>
<p><em><a href="http://societaetstheater.de/Stueckdetail/event_id/DAS-INTERVIEW-101120/termin_id/2011-Fri-11-Feb-2000Uhr-1236622">„Das Interview“</a> ist im Societaetstheater noch an folgenden Terminen zu sehen: 4. und 5. März, 1., 2., 7. und 8. April 2011.</em></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Was+ist+dein+gr%C3%B6%C3%9Ftes+Geheimnis%3F+%7C+%E2%80%9EDas+Interview%E2%80%9Cam+Societaetstheater+Dresden+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schoenschrift.org/artikel/das-interview-societaetstheater-dresden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
